Marienkapelle

 

marienkapelle1Baubeginn: 1. Spatenstich am 31.3. im Jubiläumsjahr 1995

Grundsteinlegung und Einmauern der Urkunde am 1.11.1995

Richtfest am 12.4.1996

Einweihung der Kapelle am 3.5.1998

Ansprechpartner: Klemens Osterholt

Im Frühjahr 1994 wurde auf Anregung von Pfarrer Paul Schwichtenhövel der Kapellenbauverein gegründet. In den Vorstand wurden gewählt: Erster Vorsitzender Pfarrer Schwichtenhövel, Zweiter Vorsitzender Klemens Osterholt, Schriftführer Theo Strauch, Kassierer Werner Niehaus. In der 1. Sitzung wurde beschlossen, zum Jubiläumsjahr 1995 eine Kapelle zu bauen, zu Ehren der Gottesmutter Maria und als ein Zeichen des Glaubens in unserer Zeit. Die Standortfrage wurde durch eine Abstimmung in der Kirche geklärt. Zur Debatte standen der Alte Friedhof oder eine Stelle im Außenbereich von Weseke, evtl. im Kotten Büsken. Für den Alten Friedhof als Standort der Marienkapelle sprachen sich 2/3 der Kirchenbesucher aus. Nachdem die Planung abgeschlossen und die Pläne fertiggestellt waren, wurde am 14.10.1994 die Baugenehmigung beantragt und diese wurde am 2.1.1995 vom Bauamt Borken erteilt. Der Entwurf und die Planung der Kapelle erfolgten durch Theo Strauch und Klemens Osterholt. Die Kapelle ist auf achteckigem Grundriß in moderner, zeitgemäßer Architektur gebaut. Die Dachgrate gehen nicht über die Ecken sondern zu der Wandmitte, dadurch bilden sich die kleinen Giebel als Wandabschluss aus.

marienkapelle2Das umlaufende Lichtband verleiht dem Dach etwas leichtes, als wenn es über dem Mauerwerk schwebe.

Der Innenraum der Kapelle ist hell gehalten, die blau gestrichenen Stahlteile bilden einen Kontrast zu den naturfarbenen Holzteilen. An der geschlossenen Kopfwand ist die aus Lindenholz von Bruno Osterholt geschnitzte Madonnenstatue angebracht, umrahmt von einer Mauervorlage, die den Fensterumriß als vorspringendes Bauteil übernimmt. Unterhalb der Madonnenstatue befindet sich eine Sockelplatte aus Sandstein, ein Geschenk der Burloer Oblatenpatres. Das Relief stellt symbolisch das „Schiff Kirche in stürmischer See“ dar, in den Wellen ein Schiff, darin das Christuszeichen P als Mastbaum und das Marienzeichen M als Segel.

In den acht Innenecken sind kleine, schlanke Mauervorsprünge „Lisenen“ angebracht, 4 der Lisenen links und rechts sind mit alten Fliesen aus dem 16. Jahrhundert, ein Geschenk der Familie Ölmann, versehen. In den Fliesen sind Motive aus dem Alten Testament der Bibel eingebrandt. Unter dem Bildmotiv ist die jeweilige Textstelle vermerkt. Die Fliesen sind in zeitlicher Abfolge im Uhrzeigersinn angebracht.

Die Bänke stammen aus der alten Südlohner Krankenhauskapelle und sind als Dauerleihgabe vom Franziskusstift Südlohn zur Verfügung gestellt worden.

Die Kapelle wurde durch Spenden finanziert und von Handwerkern und Helfern unentgeltlich, unter Bauleitung des Kapellenbauvereins, errichtet.

Allen, die an der Entstehung der Marienkapelle mitgewirkt haben ein herzliches Dankeschön.

Spruch zum ersten Spatenstich der Marienkapelle (31. März 1995)

Wir stehen hier zur später Stund?
auf dem alten Friedhofgrund.
Pfarrer Schwichtenhövel hat mit Elan
den ersten Spatenstich getan,
um ein Bauwerk zu begründen.
mit dem wir der Nachwelt künden,
dass auch in der heutigen Zeit
notwendig ist die Gläubigkeit.
Eine Kapelle wollen wir bauen
und sie der Gottesmutter anvertrauen.
Mit Arbeitskraft und Spenderwillen
wird dieses Bauwerk wohl gelingen.
So lasset nun in diesem Sinn,
wenden uns der Arbeit hin.
Vorher aber lasst uns kosten,
von diesem Schnäpsken und zu uns prosten.