#Impuls 7/ Der Firmgottesdienst

So ein Firmgottesdienst ist ein besonderes Ereignis.
​Vielleicht, weil du dich schon lange darauf freust und auch etwas aufgeregt bist oder weil du überhaupt nicht genau weißt, was da passiert.
Damit du gut vorbereitet bist, wollen wir uns jetzt den Ablauf des Firmgottesdienstes anschauen…

Die Spendung der Firmung erfolgt nach der Predigt und vor der Eucharistie. Dabei legt der Bischof die Hand auf den Kopf des Firmlings und macht mit dem geweihten Öl ein Kreuz auf dessen Stirn (Chrisamsalbung). Der Firmpate legt zum Zeichen seiner Unterstützung bei der Firmung seine rechte Hand auf die rechte Schulter des Firmlings.

Wer darf Patin oder Pate werden? Ein Firmand darf sich seine Patin oder seinen Paten selbst aussuchen. Wichtig ist, dass sie oder er mindestens 16 Jahre alt, selbst gefirmt und Mitglied der Katholischen Kirche ist. Bei der Anmeldung zur Firmung fragen wir dies noch einmal ab.


Der Ablauf der Firmung

Die eigentliche Firmung läuft in drei Schritten ab:

Glaubensbekenntnis der Firmlinge
Gebetseinladung des Bischofs
Spendung der Firmung

 

1. Glaubensbekenntnis der Firmlinge

Nach der Predigt befragt des Bischofs erfolgt das Glaubensbekenntnis. Dazu befragt der Bischof alle Firmlinge:

Bischof: Widersagt ihr dem Satan und all seiner Verführung?
Firmlinge: Ich widersage.
Bischof: Glaubt ihr an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde?
Firmlinge: Ich glaube.
Bischof: Glaubt ihr an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, der geboren ist von der Jungfrau Maria, der gelitten hat und begraben wurde, von den Toten auferstand und zur Rechten des Vaters sitzt?
Firmlinge: Ich glaube.
Bischof: Glaubt ihr an den Heiligen Geist, die heilige katholische Kirche, die Gemeinschaft der Heiligen, die Vergebung der Sünden, die Auferstehung der Toten und das ewige Leben?
Firmlinge: Ich glaube.
Bischof: Das ist unser Glaube, der Glaube der Kirche, zu dem wir uns in Jesus Christus bekennen.

2. Gebetseinladung des Bischofs

Der Bischof lädt die Gemeinde zum Gebet ein, etwa mit folgenden Worten:

Lasset uns beten zu Gott, dem allmächtigen Vater, dass er den Heiligen Geist herabsende auf diese jungen Christen, die in der Taufe wiedergeboren sind zu ewigem Leben. Der Heilige Geist stärke sie durch die Fülle seiner Gaben und mache sie durch seine Salbung Christus, dem Sohn Gottes, ähnlich.

Alle beten eine Zeitlang in Stille. Dann breitet der Bischof die Hände über die Firmlinge aus. Dabei spricht er das folgende Gebet:

Allmächtiger Gott, Vater unseres Herrn Jesus Christus, du hast diese jungen Christen in der Taufe von der Schuld Adams befreit, du hast ihnen aus dem Wasser und dem Heiligen Geist neues Leben geschenkt. Wir bitten dich, Herr, sende ihnen den Heiligen Geist, den Beistand. Gib ihnen den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates, der Erkenntnis und der Stärke, den Geist der Frömmigkeit und der Gottesfurcht. Durch Christus, unsern Herrn.

Alle: Amen.

3. Spendung der Firmung

Ein Helfer bringt dem Bischof das Chrisam-Öl. Die Firmlinge treten einzeln nach vorne und werden dabei von ihrer Patin oder ihrem Paten begleitet. Der Pate bzw. die Patin legt während der Firmspendung die rechte Hand auf die Schulter des Firmlings.

Vor jedem einzelnen Firmling taucht der Bischof den rechten Daumen in den Chrisam und zeichnet damit auf die Stirn des Firmlings ein Kreuz. Dabei spricht er:

„(Name des Firmlings), sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“

Der Firmling kann mit „Amen“ antworten, muss es aber nicht.

(Während der Firmspendung tragen sowohl Bischof als auch Firmling und Pate/Patin einen Mundschutz. Den Namen des Firmling liest der Bischof von einem Namensschild ab, so dass du gar nichts zu sagen brauchst. Zwischen den einzelnen Firmlingen desinfiziert der Bischof sich die Hände.)


 Die Symbole der Firmung

Bei der Spendung der Firmung kommen einige Symbole vor, die dir auf den ersten Blick vielleicht merkwürdig vorkommen. Doch sie haben durchaus ihren Sinn:

Handauflegung

Bischof und Patin oder Paten legen dem Firmling die Hand auf. Diese Geste zeigt, dass du von Gott beschützt bist. Du bekommst Halt, dir wird der Rücken gestärkt. (Früher war das Handauflegen immer auch ein Zeichen dafür, dass eine Kraft, ein Amt oder eine Aufgaben übergeben wurde.)

Salbung mit Öl

Dass für das Kreuzzeichen auf die Stirn ein besonderes Öl

(Chrisam) verwendet wird, kommt einem vielleicht besonders komisch vor. Vielleicht hilft es, daran zu denken, wie wir auch heute Salben, Cremes, Öle oder ähnliches verwenden, wenn es um unsere Gesundheit, Schönheit oder Kraft geht. Früher, als Öl noch etwas ganz Besonders war, wurden die höchsten Ämter – wie etwa das Königtum – mit einer Salbung übertragen.

Für uns ist es das Zeichen, dass wir als „Gesalbte“ zu Jesus gehören und nach seinem Beispiel leben sollen: Denn „Jesus Christus“ heiß nichts anderes als „Jesus, der Gesalbte“.

Siegel

Der Bischof sagt: „Sei besiegelt durch die Gabe Gottes, den Heiligen Geist.“ Mit der Firmung bekommt das, was schon in der Taufe geschehen ist, sozusagen „Brief und Siegel“, also eine Bestätigung und Bekräftigung: Du bist ein geliebtes Kind Gottes! Sein Heiliger Geist ist mit dir!

Denk auch an das  unsichtbare Tattoo von der Startseite!

 


Du hast es geschafft!

Wir hoffen, es hat dir gefallen und du bist ein wenig zum Nachdenken gekommen. Alle weiteren Projekte und Termine stehen in der entsprechenden Rubrik. Wir sehen uns, vielen Dank!
Sollte noch irgendwas unklar sein, melde dich bei Johannes.


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